Trauma und Erinnerung
23.02.2012 / 19:00 /
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Literaturhaus Basel / Basel
Mit Heiko Haumann
In seinem neusten Buch zeichnet Heiko Haumann die schier unglaubliche Lebensgeschichte des „kleinen Mannes“ Hermann Diamanski (1910-1976) vor den grossen Tragödien des 20. Jahrhunderts nach. Diamanski war Seemann, Kommunist, aktiv im Widerstand gegen die Nazis, Kämpfer im Spanischen Bürgerkrieg, Lagerältester im „Zigeunerlager“ in Ausschwitz. Nach dem Krieg machte er Karriere in Ostdeutschland, kam aber bald mit der Staatssicherheit in Konflikt. Auch nach seiner Flucht in den Westen geriet er zwischen alle Stühle. Äusserst spannend macht Haumann nachvollziehbar, wie Erinnerung konstruiert wird, welche Auswirkungen traumatische Erfahrungen auf die Erinnerungen haben, in welchem Spannungsverhältnis individuelles und kollektives Gedächtnis stehen und warum auch Erinnerungslücken sprechend sein können.
Heiko Haumann (*1945) ist emeritierter Professor für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Basel. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist Erinnern und Erzählen. Zuletzt erschien: „Hermann Diamanski: Überleben in der Katastrophe. Eine deutsche Geschichte zwischen Auschwitz und Staatssicherheitsdienst“ (2011)
Hinweis: Am 13. März 2012, 19 Uhr findet eine Veranstaltung zum Thema „Erinnern und Vergessen“ in Kooperation mit dem Neuroscience Network Basel statt. Mit Doron Rabinovici (Autor) und Marianne Schneitter (Neuropsychologin).
Adresse:
Literaturhaus Basel
Barfüssergasse 3
4051 Basel
literaturhaus-basel.ch



