Die Buchhändlerin Ida Herz, eine Jüdin aus Nürnberg, war Thomas Manns treueste Leserin und erste Archivarin. Auch wenn in der Familie Mann manchmal über «Herzchen» gespottet wurde, wussten alle: Ihre Treue war bedingungslos. Häufig nahm Thomas Mann ihre Hilfe in Anspruch. Er nahm Anteil an ihrem Exilschicksal, öffnete sich ihr in Briefen und porträtierte sie im «Doktor Faustus». Ida Herz sagte über Thomas Mann: «Er war mein bester Freund». Es war allerdings eine ungleiche Freundschaft, eine Geschichte von euphorischer Hingabe und schliesslich bitterer Enttäuschung. Über 400 Briefe dokumentieren diese ungewöhnliche Beziehung, in die auch Katia Mann einbezogen war.
Im Gespräch mit Dr. Tobias Amslinger stellt Herausgeber Dr. Holger Pils seine Edition des Briefwechsels vor.
Veranstaltet durch: Thomas-Mann-Archiv der ETH-Bibliothek
Tickets
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