Im «Decameron» erdenkt Giovanni Boccaccio (1313–1375) eine neue Menschenwelt jenseits der Pestkatastrophe von 1348, er beobachtet in dem hundert Novellen umfassenden Werk den tiefgreifenden sozialen und historischen Wandel des 14. Jhs., schildert den Niedergang des Adels und das Aufkommen der Kaufmannswelt und schafft das Vorbild aller abendländischer Novellensammlungen. Im deutschen Sprachraum leider viel zu oft verkannt und auf blosse Bettgeschichten reduziert, stellt Boccaccio mit erzählerischer Innovation die Frauen in den Mittelpunkt und fordert sie zur weiblichen Selbstbestimmung auf.
Nach einer Einführung in den «Decameron» wird Jacqueline Aerne mit dem Schauspieler Roberto Bargellini über das Werk diskutieren und Bargellini wird daraus vorlesen.
Veranstaltet durch: Literarischer Club Zürich
Tickets
- Eintrittspreis: 15.–/10.– (AHV, Legi)
