Wie lässt sich aus einer Gegenwart sprechen, in der die Vergangenheit unaufhörlich nachwirkt? Selma Asotićs Gedichte entwerfen dafür eine eindringliche Sprache. Sie kreisen um Krieg und seinen Nachhall, um Erinnerung als etwas, das sich im Körper einschreibt, und um ein Leben zwischen Orten und Sprachen. Sie erzählen von Beziehungen zwischen Frauen, von Müttern und Grossmüttern, von Liebe und Begehren - und vom Versuch, eine Sprache zu finden, die der eigenen Erfahrung standhält. Dabei bewegen sich die Texte zwischen persönlicher und kollektiver Geschichte.
In Kooperation mit dem Osteuropa-Forum Basel.
